Voraussetzungen für Zuschüsse für Unternehmensberatung

//Voraussetzungen für Zuschüsse für Unternehmensberatung
Voraussetzungen für Zuschüsse für Unternehmensberatung 2019-10-30T17:13:42+01:00

Voraussetzungen für einen Zuschussantrag für Unternehmensberatung

Um zu entscheiden, ob Sie die Voraussetzungen für Zuschüsse für Unternehmensberatung erfüllen, müssen zwei dinge beachtet werden. Zum einen muss Ihr Unternehmen und zum anderen Ihr Anliegen bzw. Auftrag zuschussfähig sein.

Daher haben wir uns gedacht, dass wir hier mal Licht ins Dunkle bringen sollten.

Nachfolgen sind zunächst die Bedingungen für Ihr Unternehmen und nachfolgend die Gegenstände, die bezuschusst werden, aufgelistet.

Voraussetzungen für Zuschüsse für Unternehmensberatung

Bedingungen an das Unternehmen

Ihr Unternehmen muss einem der folgenden Kategorien angehören:

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Außerdem muss Ihr Unternehmen folgende Punkte erfüllen:

  • Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben
  • Und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen
    Zusätzlich müssen Unternehmen in Schwierigkeiten besondere Voraussetzungen erfüllen.

Nicht antragsberechtigt sind unabhängig vom Beratungsbedarf:

  • Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe, die in der Unternehmens-, Wirtschaftsberatung, Wirtschafts- oder Buchprüfung oder Steuerberatung bzw. als Rechtsanwalt, Notar, Insolvenzverwalter oder in ähnliche Weise beratend oder schulend tätig sind oder tätig werden wollen.
  • Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder die die Voraussetzungen für die Eröffnung eines solchen Verfahrens erfüllen.
  • Unternehmen, die in einem Beteiligungsverhältnis zu Religionsgemeinschaften, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder zu deren Eigenbetriebe stehen.
  • Gemeinnützige Unternehmen und gemeinnützige Vereine sowie Stiftungen.
  • Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärerzeugung, der Fischerei und Aquakultur oder zu Inhalten, die gemäß Artikel 1 Absatz 1 der Verordnung (EUNr. 1407/2013 ausgeschlossen sind

Mögliche Fördergegenstände

Bei der Beratung von Jungunternehmen und Bestandsunternehmen können folgende Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

  • Allgemeine Beratungen (wirtschaftliche, finanzielle, personelle und organisatorische Fragen der Unternehmensführung)
  • Spezielle Beratungen (zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung)von Unternehmen, die
    • von Frauen geführt werden.
    • von Migrantinnen oder Migranten geführt werden.
    • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden.
    • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund beitragen.
    • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung beitragen.
    • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung beitragen.
    • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.
    • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit beitragen.
    • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung für folgendes erhalten:

  • Eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
  • Zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung

Weitere Bedingungen:

  • Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsschwerpunkt nicht mehr als fünf Beratungstage in Anspruch nehmen, wobei die Berichterstellung sowie die Reisezeiten außerhalb dieses Zeitrahmens liegen können.
  • Für Jungunternehmen oder Unternehmen in Schwierigkeiten gilt diese Begrenzung nicht. Hier kann die Maßnahme über den gesamten Förderzeitraum (maximal 6 Monate) durchgeführt und abgerechnet werden.
  • Alle Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der maximalen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) mehrere Anträge für verschiedene Beratungsschwerpunkte einreichen. Die jeweilige Fördermaßnahme muss als Einzelberatung durchgeführt werden.
  • Für alle Unternehmen gilt, dass die Beratungsleistung in einem schriftlichen Beratungsbericht dokumentiert werden muss.

Nicht gefördert werden Beratungen, die

  • ganz oder teilweise mit anderen öffentlichen Zuschüssen einschließlich Mitteln der Strukturfonds und des ESF finanziert werden.
  • Vermittlungstätigkeiten beinhalten und/oder deren Zweck auf den Erwerb von bestimmten Waren oder Dienstleistungen gerichtet ist, die von den Beraterinnen oder Beratern selbst vertrieben werden.
  • überwiegend Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten, wie z. B. die Ausarbeitung von Verträgen, die Aufstellung von Jahresabschlüssen oder Buchführungsarbeiten zum Inhalt haben.
  • überwiegend gutachterliche Stellungnahmen zum Inhalt haben.
  • den Verkauf/Vertrieb von Gütern oder Dienstleistungen, insbesondere individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sowie sonstige Umsatz steigernde Maßnahmen einschließlich des entsprechenden Marketings von Ärztinnen oder Ärzten, Zahnärztinnen oder Zahnärzten, Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Inhalt haben.
  • ethisch-moralisch nicht vertretbare oder gegen Recht und Ordnung verstoßende Inhalte zum Gegenstand haben.

Bei Fragen zu den Voraussetzungen für Zuschüsse für Unternehmensberatung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Weiter Informationen finden Sie hier.

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