Immer mehr Betriebe geraten unter Druck und holen sich Unterstützung von außen – Sanierungsberatung!
Die entscheidende Erkenntnis: Viele reagieren zu spät – und dann wird es deutlich schwerer, eine Insolvenz zu verhindern.
Der Kern: Krise ist lösbar – wenn man rechtzeitig handelt.
Der wirtschaftliche Abschwung sorgt bei Sanierungsberatern derzeit für spürbar mehr Nachfrage: Immer mehr Unternehmen stecken in der Krise und suchen externe Hilfe.
Laut einer exklusiven Umfrage – beauftragt vom BDU für Plusminus – häufen sich die Anfragen derzeit besonders in Branchen, die stark von Investitionszurückhaltung, Kostendruck und unsicheren Märkten betroffen sind: Maschinen- und Fahrzeugbau an erster Stelle, danach folgt die Bauindustrie sowie Groß- und Einzelhandel.
Was uns als Beratung dabei besonders wichtig ist: Externe Hilfe ist kein „letzter Rettungsring“, sondern ein Werkzeug, um wieder handlungsfähig zu werden – aber nur, wenn man sie früh genug nutzt. Genau das bemängeln auch Sanierungsexperten: Viele Betriebe reagieren zu spät, wodurch es schwieriger wird, eine Insolvenz abzuwenden.
Woran erkennt man, dass es Zeit ist, sich Unterstützung zu holen?
Wenn eines oder mehrere dieser Signale auftauchen, lohnt sich ein schneller Check:
- Liquidität wird knapp (z. B. Zahlungsziele werden ausgereizt, „Stopfen“ statt steuern)
- Aufträge schwanken oder werden verschoben – Planung wird zum Ratespiel
- Marge sinkt, obwohl die Auslastung hoch ist
- Kosten laufen davon (Personal, Energie, Material, Finanzierung)
- Bank/Lieferanten werden nervös (Nachfragen, Sicherheiten, Vorkasse)
➡️ Der Punkt ist: Nicht warten, bis es „knallt“ – sondern handeln, solange es Optionen gibt.
Sanierungsberatung – Was wir in der Praxis machen:
1) Klarheit schaffen
Wir schauen gemeinsam auf Liquidität, Auftragslage, Kostenblöcke und Risikofaktoren – ohne Blabla, ohne Schuldfrage.
2) Sofortprogramm starten
Konkrete Maßnahmen, die schnell Luft verschaffen: Zahlungen, Prioritäten, Kostenbremsen, Verhandlungen, Quick Wins.
3) Stabilisierung angehen
Ertragstreiber identifizieren, Unprofitables stoppen/umbauen, Prozesse & Kapazitäten anpassen.
4) Finanzierung & Stakeholder
Frühzeitig Gespräche strukturieren (Bank, Lieferanten, Vermieter). Je besser die Vorbereitung, desto besser die Ergebnisse.
5) Zukunftsplan
Strategische Neuausrichtung, Vertriebs-/Produktmix, Organisation – damit es nicht nur „überlebt“, sondern wieder trägt.
Fazit:
Die Plusminus-Recherche macht deutlich: Externe Hilfe wird öfter gebraucht – aber oft zu spät geholt.
Unser Rat: Früh prüfen, klar entscheiden, konsequent umsetzen. Das ist meist der Unterschied zwischen „Krise managen“ und „Krise erleiden“.
Quelle
Plusminus (Das Erste), Sendung vom 01.04.2026, u. a. Thema: „Sanierer gefragt – immer mehr Unternehmen suchen externe Hilfe“
Alle Angaben ohne Gewähr