Papier-Dinosaurier

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Papier-Dinosaurier

Wir als Unternehmensberater werden nicht müde, es unseren Kunden zu predigen, wir legen es ihnen immer wieder ans Herz und weisen die deutlichen Vorteile auf: die Digitalisierung ist unausweichlich und erleichtert im Idealfall die in- und externen Arbeitsabläufe. Weniger Papier, weniger Stauraum, intelligente Softwareprogramme und dadurch erleichterte Prozesse. Doch es gibt auch im vorangeschrittenen 21. Jahrhundert noch Menschen, die sich strikt gegen die unaufhaltsame Digitalisierung wehren – warum auch immer?

In unserem Berateralltag sind wir diesbezüglich viel gewohnt: Kunden, bei denen man bei diesem Thema viel Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit leisten muss oder Kunden, denen man die Angst davor nehmen muss. Neulich aber hatten wir einen Fall, der vor allem die jungen Mitarbeiter bei ATB vor viele Rätsel gestellt hatte…

Der Steuerberater eines Neukunden antwortete auf unsere Anforderung nach Unterlagen mit folgendem Schreiben: „Wir verschicken keine Mails, nur Post oder Fax.“ Ach du Schreck! Wir hatten es hier mit einem seltenen Papier-Dinosaurier zu tun. Einer Spezies, die selbst in Zeiten von Digitalisierung 4.0 lieber auf die analoge Vergangenheit setzt. Sie ist vom Aussterben bedroht und daher war es nur selbstverständlich, dass die jungen ATB-Mitarbeiter vor einem schier unlösbaren Rätsel standen: Warum verschickt er keine Mails? Wie gehen wir damit um? Und was zum Teufel ist ein Fax?

„Wie funktioniert eigentlich dieses Fax?“ und „Wo steht überhaupt unser Faxgerät?“, waren nur einige Fragen, die man sich plötzlich untereinander zurief. Die Zeitreise begann, der Papier-Dinosaurier zeigte sich von seiner stärksten Seite. Nachdem das Faxgerät aufgrund der Menge der Unterlagen ausgeschlossen wurde – bei dieser Einsicht half der Chef den Jüngeren gerne – blieb also nur noch der postalische Weg. Und was soll man sagen: Es wundert doch nicht, dass die Papier-Dinosaurier vom Aussterben bedroht sind. Wer tatsächlich ein Päckchen, gefüllt mit kiloschweren Papierdokumenten, über 200 Kilometer mit der Post durchs Land schickt, der hinterlässt am Ende nicht nur einen dreckigen CO2-Fussabdruck, sondern auch einen riesen Berg Arbeit, die man sich – Digitalisierung sei Dank – hätte ersparen können.

Was tut man nicht alles für seine Kunden 😉

2018-08-08T10:53:08+00:00 8. August 2018|Allgemein|